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Aktuelle Seite: StartKrankheitenStrahlenkrankheit

Strahlenkrankheit – durch radioaktive Bestrahlung

Bei der Strahlenkrankheit handelt es sich um eine tödliche Krankheit, die durch eine radioaktive Bestrahlung hervorgerufen wird und unheilbar ist. Zu einer radioaktiven Bestrahlung kann es während eines Krieges kommen, in dem Atombomben eingesetzt werden wie etwa im zweiten Weltkrieg, als die USA am 6. und 9. August 1945 zwei Atombomben auf die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki abwarfen oder im Rahmen eines atomaren GAUs, wie er am 26. April 1986 im ukrainischen Atomkraftwerk Tschernobyl und im März 2011 durch das schwere Erbeben und den Tsunami in Fukushima passierte. Die Strahlenkrankheit selbst ist die Folge einer akuten hohen Strahlenbelastung. Sie tritt nach einer ionisierenden Strahlung von einem halben bis einem Sievert auf. Eine ionisierende Strahlung hat im menschlichen Körper eine verheerende Wirkung. Diese Strahlung zerstört die Zellbausteine und lässt somit Körperzellen absterben.

Die Strahlenkrankheit selbst ist die Folge des massiven Zellsterbens in einem Organ oder dem gesamten Gewebesystem. Organe und Gewebesystem sind auf einen dauernden Zellnachschub aus dem Stammzellenvorrat des Körpers angewiesen. Besonders das blutbildende System wie das Knochenmark, die Haut und die Schleimhaut des Magen-Darm-Traktes sind auf diesen Zellnachschub angewiesen.

Strahlenkrankheit: Symptome

Das gefährliche an der radioaktiven Bestrahlung ist, dass sie selbst in hohen Dosen ihre zerstörerische Wirkung fast unbemerkt auf den menschlichen Körper auswirkt. Die Verstrahlten spüren nur leichte Symptome und sind doch schon dem Tod geweiht! Je nach Höhe der radioaktiven Bestrahlung kommt es innerhalb weniger Stunden oder Tage zu den ersten Symptomen der Strahlenkrankheit. Sie macht sich zuerst mit Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen und einem allgemeinen Krankheitsgefühl bemerkbar. Weil diese Symptome dem eines alkoholbedingten Katers ähneln, wird dieses Stadium auch „Strahlenkater“ genannt. Erst zu dem Zeitpunkt, an dem das Erbrechen auftritt, können Mediziner eine Prognose stellen, wie hoch die Strahlendosis war. Je höher die Strahlendosis war, desto früher tritt der Strahlenkater auf. Erfolgt er innerhalb einer Stunde, war die Dosis der radioaktiven Bestrahlung auf jeden Fall tödlich.

Strahlenkrankheit: Verlauf

Die Strahlenkrankheit wird in drei Phasen unterteilte. Die erste Phase wird als „hämatopoetische Phase“ bezeichnet. Hier war der menschliche Körper einer Strahlung von etwa einen bis vier Sievert ausgesetzt. Diese Strahlendosis bewirkt eine Veränderung des Blutbildes: Weiße und rote Blutkörperchen sterben ab. Dadurch wird das Knochenmark geschädigt. Es verliert seine Funktionsfähigkeit. Somit können keine neuen Blutzellen mehr gebildet werden. Der Patient ist nun sehr anfällig für Infektionen, die sogar aus dem eigenen Körper stammen könne. Die kritische Phase dauert etwa zwei Wochen. Die Überlebenschancen sind nicht gerade rosig: Patienten können die hämatopoetische Phase nur überleben, wenn sie sehr robust sind und es ihrem Knochenmark gelingt, sich selbst zu regenerieren.

Die zweite Phase der Strahlenkrankheit wird „gastroenterologische Phase“ genannt. Sie wird durch eine Strahlenbelastung ab fünf Sievert hervorgerufen und endet fast immer tödlich. Die ionisierende Strahlung hat das Gewebe im Magen- und Darmtrakt zerstört. Dadurch treten starker Durchfall und Flüssigkeitsverlust auf. Die Patienten bluten aus dem Mund. Bei der Strahlenkrankheit der zweiten Phase tritt der Strahlenkater schon innerhalb 15 bis 30 Minuten nach der Bestrahlung auf und dauert ein bis zwei Tage. Nach diesen zwei Tagen setzt eine kurzzeitige Erholungsphase ein. Sie dauert fünf bis zehn Tage und wird „Walking-Ghost-Phase“ genannt. Dieser schreckliche Name macht deutlich: Nach Ende dieser Phase setzt die Sterbephase ein! Nun erfolgt ein sehr schneller Zelltod im Magen-Darmbereich, der mit starkem Durchfall, Darmblutungen und Wasserverlust einhergeht. Der Patient fällt ins Fieberdelirium und ins Koma. Der Tod erfolgt durch Kreislaufversagen.

Die dritte Phase der Strahlenkrankheit ist die „zerebrale Phase“. Sie erfolgt ab einer Bestrahlung von 20 Sievert. Bei dieser Strahlendosis wird das Gehirn geschädigt. Bei der zerebralen Phase erfolgt der Tod unweigerlich innerhalb nur weniger Tage.

Strahlenkrankheit: Therapie

Die Strahlenkrankheit ist die lebensgefährlichste Krankheit überhaupt. Sie ist nur in der ersten Phase therapierbar. Doch nur sehr robuste Patienten können darauf hoffen, dass sich ihr geschädigtes Knochenmark von selbst wieder regeneriert. Medizinische Therapien können den Heilungsverlauf nur unterstützen. „Kleinere Strahlenschäden können Ärzte supportiv behandeln. Flüssigkeitsverlust mit Infusionen, Infektionen mit Antibiotika oder verbrannte Haut mit Wund- und Heilsalben“ zählt Professor Dr. Oliver Kölbl, der Direktor der Klinik für Strahlentherapie am Universitätsklinikum Regensburg auf. Die einzige kausale Therapie sei eine Knochenmarktransplantation, erklärt Kölbl. Eine Knochenmarktransplantation kann durchgeführt werden, wenn das Knochenmark irreversibel zerstört ist. Das wäre bei einer radioaktiven Bestrahlung ab vier Sievert der Fall. Doch hier liegen Theorie und Praxis weit auseinander. „Die Knochenmarktransplantation ist aber im Katastrophenfall meist nicht möglich, weil so schnell kein passender Spender zu finden ist“, gibt der Strahlenmediziner zu bedenken.

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