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Nierenentzündung

NierenentzündungEine Nierenentzündung (Glomerulonephritis) ist meistens eine sehr langwierige und schmerzhafte Erkrankung. Tatsächlich verbirgt sich hinter dem Begriff „Nierenentzündung“ gleich eine ganze Anzahl unterschiedlicher entzündungsbedingter Nierenerkrankungen. Alle diese Erkrankungen haben jedoch eine gemeinsame Ursache: Bei ihnen handelt es sich um eine Autoimmunkrankheit, dass heißt, das körpereigene Immunsystem greift die eigenen Nieren an. Grund hierfür können zum Beispiel krankhafte Ablagerungen von Eiweiß im Gewebe (Amyloidose) sein, aber auch Personen, die an Diabetes mellitus leiden, haben ein erhöhtes Risiko, zusätzlich an einer Nierenentzündung zu erkranken. Auch das Hämolytisch-urämische Syndrom (HUS), das eigentlich recht selten vorkommt, sich jedoch im Frühling 2011 durch den grassierenden EHEC-Erreger zu einer Epidemie mit Todesopfern entwickelte, kann Ursache für eine schwere Nierenentzündung sein.
Lesen Sie weiter: EHEC: Auslöser des hämolytisch-urämischen Syndroms

Bei einer Nierenentzündung wird zwischen einer akuten Nierenentzündung (akute Glomerulonephritis), einer rasch fortschreitenden Nierenentzündung (rasch progrediente Glomerulonephritis RPGN), einer chronischen Nierenentzündung (chronische Glomerulonephritis), sowie dem nephrotischen Syndrom und der asymptomatische Proteinurie (Eiweiß im Urin) bzw. Hämaturie (Blut im Urin) unterschieden. Jede dieser fünf unterschiedlichen Formen von Nierenentzündung hat ihre eigenen Ursachen, ihre eigenen Symptome und muss dementsprechend individuell behandelt werden.

Nierenentzündung: Ursachen

Die akute Nierenentzündung wird meist durch eine bakterielle Infektion hervorgerufen. So können schwere Halsentzündungen und Mandelentzündungen, die von Streptokokken ausgelöst wurden, zu einer akuten Nierenentzündung führen. Auch eine Kehlkopfentzündung kann eine akute Nierenentzündung begünstigen. Die rasch fortschreitende Nierenentzündung (RPGN) dagegen wird ausschließlich von Autoimmunkrankheiten hervorgerufen. Die Ursachen für die chronische Nierenentzündung sind wissenschaftlich noch nicht vollständig geklärt. Aber auch hier wird vermutet, dass Autoimmunkrankheiten die Nieren angreifen.
Das nephrotische Syndrom dagegen kann verschiedene Ursachen haben: Es wir durch entzündliche Prozesse in den Nieren ausgelöst. Vor allem Patienten, die an Diabetes mellitus oder an HIV leiden, gehören hier zu den Risiko-Patienten. Aber auch Medikamentenmissbrauch mit Schmerz- und Rheumamitteln, Drogenkonsum, so zum Beispiel mit Heroin sowie eine Quecksilbervergiftung können das nephrotische Syndrom auslösen.
Ursache für die asymptomatische Proteinurie (Eiweiß im Urin) und die Hämaturie (Blut im Urin) sind wiederum Entzündungsprozesse in den Nieren selbst.

Nierenentzündung: Symptome

Das Tückische bei einer Nierenentzündung ist, dass die Symptome oftmals sehr spät bemerkt werden, denn mitunter kann eine Nierenentzündung über Jahre hinweg symptomlos verlaufen. Meist zeigt zuerst ein veränderter Urin an, dass etwas mit den Nieren nicht stimmt. Dies ist vor allem bei der asymptomatischen Proteinurie und der Hämaturie der Fall: Ist der Urin trübe, kann er mit Eiweiß versetzt sein, ist er dunkel, kann er mit Blut versetzt sein.

Einer akuten Nierenentzündung sind häufig schwere Entzündungen des Halses, der Mandeln oder des Kehlkopfes voraus gegangen. Typisch für eine akute Nierenentzündung sind eine verminderte Urinausscheidung, Blut im Urin, Wasseransammlungen im Gewebe (Ödeme), Bluthochdruck, aber auch Kopfschmerzen und Sehstörungen.

Auch die rasch fortschreitende Nierenentzündung macht sich mit Blut im Urin und Wasserablagerungen im Gewebe bemerkbar. Oft kommen noch Abgeschlagenheit, Müdigkeit und Fieber hinzu.

Die chronische Nierenentzündung ist die tückischste Form der Nierenentzündung, denn sie verläuft über lange Zeit ohne Beschwerden. Erst im fortgeschrittenen Stadium, wenn sie zu einer Nierenschwäche geführt hat, äußert sie sich mit Eiweiß im Urin, einem erhöhten Blutdruck, Müdigkeit, Übelkeit und einem allgemeinen Krankheitsgefühl.

Typisch für das nephrotische Syndrom sind Eiweiß im Urin, Abgeschlagenheit, Appetitlosigkeit und Bauchschmerzen. Auch hier kommt es zu Wasserablagerungen im Gewebe. Meist sind die Augenlider zuerst davon betroffen, dann folgen Ödeme an den Beinen. In schweren Fällen kann auch Muskelschwund hinzukommen.

Langanhaltende Nierenentzündungen können sich auch optisch bemerkbar machen: Die Betroffenen haben spröde, glanzlose Haare und brüchige Finger- und Zehennägel. Auch nimmt ihre Knochenbrüchigkeit zu.

Bei Verdacht auf eine Nierenentzündung sollte unbedingt ein Urologe aufgesucht werden, denn eine Nierenentzündung kann zu Nierenversagen führen! Auch lassen Nierenentzündungen die Blutfettwerte steigen. Die Infektanfälligkeit steigt, ebenso das Risiko, an einer Herzmuskelentzündung oder einer Thrombose zu erkranken.

Nierenentzündung: Diagnose

Beim Arzt angekommen, wird als erstes eine Urinuntersuchung vorgenommen. Anhand des Urins kann im Labor festgestellt werden, ob er mit Eiweiß oder Blut versetzt ist. Anhand einer Blutuntersuchung wird ermittelt, ob der Nierenwert Kreatinin im Blut erhöht ist. Eine Erhöhung dieses Wertes weist auf eine Funktionsschwäche der Nieren hin.

Erhärtet sich aufgrund der Blut- und Urinuntersuchung der Verdacht auf eine Nierenentzündung, werden Nierenfunktionstests und eine Ultraschalluntersuchung der Nieren (Nierensonographie) vorgenommen.

Nierenentzündung: Behandlung

Die unterschiedlichen Formen von Nierenentzündung müssen individuell behandelt werden. So wird bei einer akuten Nierenentzündung, die von Streptokokken ausgelöst wurde, Penicillin verabreicht. Die Ödeme werden mit entwässernden Medikamenten behandelt. Auch gegen den Bluthochdruck werden Medikamente eingesetzt.

Bei der rasch fortschreitenden Nierenentzündung richtet sich die Behandlung nach der vorliegenden Autoimmunerkrankung. Dementsprechend können verschiedene Therapien miteinander kombiniert werden. Diese Therapien richten sich gegen die Antikörper, welche die Niere angreifen. Sie filtern diese Antikörper, aber auch sich im Blutkreislauf befindliche Entzündungsbotenstoffe heraus und unterdrücken deren Neubildung.



Bei dem nephrotischen Syndrom werden ebenfalls die Ödeme mit entwässernden Medikamenten und der Bluthochdruck mit Blutdrucksenkern, die zur Wirkstoffgruppe der ACE-Hemmer gehören behandelt. Meist sinken die erhöhten Blutfettwerte im Rahmen der Behandlung, ansonsten können auch Lipidsenker eingesetzt werden.
Oft werden entzündungshemmende Medikamente wie beispielsweise Cortison eingesetzt sowie Wirkstoffe, welche das Immunsystem unterdrücken (Immunsuppressiva). Da bei dem nephrotischen Syndrom das erhöhte Risiko einer Thrombose besteht, sollte dieses mit Blutgerinnungshemmern wie beispielsweise Heparin abgesenkt werden.
Liegt dem nephrotischen Syndrom ein Medikamentenmissbrauch oder Drogenmissbrauch zu Grunde, sollte begleitend eine Entziehungskur gemacht werden.

Chronische Nierenentzündung

Bei der Therapie der chronischen Nierenentzündung werden die von der Entzündung verursachten Beschwerden gelindert und behandelt. Eine chronische Nierenentzündung ist jedoch nicht heilbar. Da die chronische Nierenentzündung meistens erst im fortgeschrittenen Stadium Symptome entwickelt, ist es bei vielen Betroffenen schon zu einer Funktionseinschränkung ihrer Nieren gekommen.
In tragischen Fällen bleiben hier nur noch die Dialyse (Blutwäsche) oder eine Nierentransplantation als letzter Ausweg um das Leben des Patienten zu verlängern oder zu retten.
Bitte beachten Sie, daß ein www.heute-gesund-leben.de-Artikel generell fachlichen Rat durch einen Arzt nicht ersetzen kann!
( Bildnachweis: © Sebastian Kaulitzki - Fotolia.com )


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