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Milzbrand (Anthrax)

Milzbrand (Anthrax) Milzbrand (Anthrax) ist eine gefährliche Infektionskrankheit, die vor allem Huftiere wie Rinder, Ziegen, Schafe, aber auch Pferde befällt. Auch Menschen können an Milzbrand erkranken. Übertragen wird Milzbrand durch ein Stäbchenbakterium. Der Erreger produziert Milzbrandtoxin, das hochgiftig ist. Da Milzbrand sich sehr gut als Biowaffe eignet, sind der Erreger und die Krankheit sehr gut erforscht. Momentan arbeiten Wissenschaftler daran, aus dem hochgiftigen Milzbrandtoxin ein Zellgift herzustellen, das im Kampf gegen Krebszellen eingesetzt werden soll.

Milzbrand – Ansteckung

Milzbrand gilt als Zoonose. Das bedeutet, dass der Milzbranderreger von Tier zu Mensch weitergegeben werden kann. Bisher ist eine Ansteckung von Mensch zu Mensch nicht aufgetreten. Die Tiere selbst nehmen Sporen des Milzbrand-Erregers aus dem Erdreich auf (beispielsweise beim Weiden) und infizieren sich so mit Anthrax.

Im Tierkörper wird die inaktive Sporenform in die aktive Form des Bazillus umgewandelt. Zu einer Übertragung der Krankheit von Tier auf Mensch kommt es vor allem über einen direkten Kontakt mit dem erkrankten und/oder infizierten Tier. Die Ansteckung erfolgt über das Einatmen der Sporen, über den Verzehr von kontaminiertem Fleisch, aber auch schon über bloßen Hautkontakt. Auch über Insektenbisse kann Milzbrand vom Tier auf den Menschen übertragen werden.

Milzbrand – Symptome

Infiziert sich ein Mensch mit Milzbrand, so zeigen sich die ersten Symptome an dem Körperbereich, der mit dem Bazillus in Berührung und über den es zur Ansteckung gekommen ist. So wird beim Menschen zwischen Haut-Milzbrand (Ansteckung über Hautkontakt oder einen Insektenstich), Lungen-Milzbrand (Ansteckung über ein Einatmen der Sporen) und Darm-Milzbrand (Ansteckung über den Verzehr von infiziertem Fleisch) unterschieden. Das Tückische bei einer Infektion mit Anthrax ist, dass die ersten Zeichen einer Erkrankung nicht spezifisch auf Milzbrand hinweisen, sondern auch typisch für andere Krankheiten sein können. Milzbrand ist eine gefährliche Krankheit, die verschiedene Organe in Mitleidenschaft ziehen und tödlich enden kann. Deshalb ist eine schnelle Behandlung sehr wichtig.

Haut-Milzbrand - Symptome

Der Haut-Milzbrand ist die häufigste beim Menschen auftretende Form von Anthrax. Dabei ist der Milzbrand-Erreger durch die Haut (Insektenstich oder kleine Verletzung der Haut und des Gewebes) in den menschlichen Körper gelangt. Nach einer Inkubationszeit von etwa sieben Tagen kommt es an dieser Hautstelle zu Entzündungen, um die sich meist Blasen bilden, die mit Flüssigkeit gefüllt sind. Im weiteren Verlauf bildet sich ein schwarzer Schorf über diesen entzündeten Hautstellen. Um sie herum bilden sich Schwellungen (Ödeme). Das Gewebe wird sehr schwer und nachhaltig geschädigt, weshalb oft ein chirurgischer Eingriff an der betroffenen Hautstelle vorgenommen werden muss. Zudem entzünden sich die Lymphgefäße und schwellen an.

Lungen-Milzbrand – Symptome

Beim Lungen-Milzbrand hat man sich über das Einatmen der Sporen infiziert. Hier dauert die Inkubationszeit nur wenige Stunden. Bei Lungen-Milzbrand sind die Symptome ähnlich denen einer schweren Bronchitis oder einer Lungenentzündung. Zu den typischen Symptomen gehören Übelkeit, Erbrechen und Schüttelfrost. Es kommt zu starkem Husten mit Bluthusten. Achtung: Der blutige Auswurf beim Husten ist infektiös! Der Lungen-Milzbrand ist die gefährlichste Form von Milzbrand beim Menschen, da es zu schweren Atembeschwerden kommt.

Darm-Milzbrand – Symptome

Der Darm-Milzbrand ist die beim Menschen am seltensten auftretende Form von Anthrax. Darm-Milzbrand entsteht, wenn mit Milzbrand verseuchtes Fleisch verzehrt worden und in den Magen-Darm-Trakt gelangt ist. Die Inkubationszeit beträgt zwischen drei bis sieben Tagen. Die Betroffenen leiden an Appetitlosigkeit, Übelkeit bis hin zu Erbrechen, schwerem später blutig werden Durchfall und hohem Fieber. Oft geht der Darm-Milzbrand in eine Bauchfellentzündung über, die nur schwer therapiert werden kann.

Milzbrand – Diagnose

Bei Verdacht auf Milzbrand (beispielsweise bei Kontakt mit Nutz- und Huftieren) ist es wichtig, sich sofort in ein Referenzzentrum für Milzbrand zu begeben, da dort Mediziner und Wissenschaftler an der Erforschung der Krankheit mit Biowaffen-Potenzial arbeiten. Auch sollte die Diagnose möglichst früh erfolgen, da die Krankheit lebensbedrohlich ist. Durch eine frühzeitige Therapie können schwere Verläufe und nachhaltige Schädigungen abgewandt werden.

Der behandelnde Arzt nimmt aus den entzündeten Wunden Abstriche und es wird Blut zur Anlage von Blutkulturen abgenommen. Unter dem Mikroskop lässt sich der Milzbrand-Erreger leicht erkennen, da er hier unverwechselbar ist. Mit den Blutproben können auch verschiedene Milzbrand-Stämme und Antikörper dagegen nachgewiesen werden.

Milzbrand – Therapie

Eine Milzbrand-Erkrankung wird auf jeden Fall stationär im Klinikum behandelt. Meist muss der Patient auf die Intensivstation, wo er besonders gut beobachtet werden kann. Als Therapie wird eine hochdosierte Antibiotika-Kombination verabreicht. Bei schweren Erkrankungen erfolgt die Verabreichung der Antibiotika intravenös. Ist es zu schweren Haut- und Gewebeinfektionen gekommen, muss das betroffene Gewebe chirurgisch entfernt werden.
Bei sehr schwerem Krankheitsverlauf und Versagen der Antibiotika-Therapie kann als lebensrettende Maßnahme Anthrax-Immunglobulin als Antikörper intravenös verabreicht werden. Da die Wirksamkeit der Anthrax-Immunglobulin-Therapie wissenschaftlich noch nicht vollständig erforscht ist, wird diese Therapie auch nur in schweren Fällen als letztmögliche Therapie vorgenommen.
Lungen-Milzbrand und Darm-Milzbrand sind die gefährlichste Form von Milzbranderkrankungen beim Menschen. Selbst bei einer rechtzeitig erfolgten Therapie überlebt etwa die Hälfte der Patienten ihre Erkrankung nicht.

Milzbrand – Impfung

Ein Impfstoff gegen Milzbrand für Menschen ist in Deutschland nicht verfügbar, es können hier nur Tiere gegen Milzbrand geimpft werden.

Milzbrand – Robert-Koch-Institut

Da Milzbrand eine sehr gefährliche Krankheit ist, muss jeder Verdacht auf Milzbrand mit Angabe des Namens des Betroffenen an das zuständige Gesundheitsamt und an das Robert-Koch-Institut gemeldet werden. Da die Ansteckung vom Mensch zu Mensch noch unerforscht und der blutige Auswurf bei Lungen-Milzbrand ansteckend ist, sollte über eine Isolierung des Patienten und der Personen, die mit ihm in Kontakt gekommen sind, nachgedacht werden.
Bitte beachten Sie, dass ein www-heute-gesund-leben.de-Artikel generell fachlichen Rat durch einen Arzt nicht ersetzen kann.
( Bildnachweis: © alejandro dans - Fotolia.com )

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