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Lyme-Borreliose – von Zecken übertragen

Lyme-Borreliose – von Zecken übertragen Lyme-Borreliose ist genau wie FSME eine Infektionskrankheit, die von Zecken übertragen wird. Die kleinen Spinnentierchen können beim Blutsaugen Borreliose-Bakterien an ihren Wirt weitergeben. Lyme-Borreliose kann aber auch in Einzelfällen von Stechmücken und Pferdebremsen übertragen werden. Während bei FSME Süddeutschland, der Bayerische Wald, der Bodensee-Raum, der Schwarzwald sowie Teile von Hessen Risikogebiete sind, besteht bei Borreliose überall in Deutschland die gleiche hohe Ansteckungsgefahr: Etwa jede fünfte Zecke trägt hierzulande Borreliose-Bakterien in sich!

Borreliose: Symptome

Das Gefährliche an Lyme-Borreliose ist, dass sie unterschiedliche Symptome verursachen kann, die schwer zu deuten sind. Deshalb ist eine Diagnose nicht unbedingt leicht. Eine Borreliose sollte jedoch im Anfangsstadium diagnostiziert und therapiert werden, damit sie nicht chronisch wird.
Charakteristisch für Borreliose ist eine Rötung an der Einstichstelle der Zecke. Diese Rötung vergrößert sich im Laufe der Tage ringförmig (Wanderrötung) (Siehe Bild). Manchmal bleibt die Wanderrötung aber auch aus, obwohl es sich um eine schwere Borreliose-Infektion handelt.
Weitere Anzeichen einer Borreliose-Infektion sind Abgeschlagenheit, erhöhte Temperatur, Fieber, Nachtschweiz sowie unspezifische Gelenk- und Muskelschmerzen. Diese Symptome sind Allgemeinsymptome, was eine eindeutige Diagnose schwierig macht. Deshalb sollte bei Verdacht auf Lyme-Borreliose ein Arzt aufgesucht und dort eine Blutuntersuchung gemacht werden!

Lyme-Borreliose verläuft für gewöhnlich in drei Phasen. Jede dieser Phasen geht mit unterschiedlichen Beschwerden einher. Auch hier offenbart sich die Tücke dieser Krankheit: Die drei Stadien müssen nicht alle durchlaufen werden und können je nach Patient in unterschiedlicher Reihenfolge auftreten. Zwischen den einzelnen Krankheitsstadien können manchmal lange und beschwerdefreie Intervalle liegen.

Borreliose – 1. Phase: Anfangsstadium und Hautausschlag

In vielen Fällen tritt einige Tage nach dem Zeckenbiss eine Rötung auf. Sie ist scharf abgegrenzt, kreisrund und verläuft ringförmig um die Einstichstelle. Ihr Durchmesser wird langsam röter, die Mitte verblasst dabei. Diese Hautrötung ist typisch für eine Borreliose-Infektion und wird „Wanderrötung“ (Erythema migrans) genannt. Sie kommt jedoch nur in jedem zweiten Fall einer Borreliose-Erkrankung vor.
Zu der Wanderrötung kommen Abgeschlagenheit, erhöhte Temperatur, Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, Muskelschmerzen und Gelenkschmerzen hinzu. Auch kann es zu einer Bindehautentzündung kommen.

Borreliose – 2. Phase

Etwa sechs Monate nach dem Zeckenbiss und der Infektion mit den Borreliose-Bakterien haben sich die Krankheitserreger im gesamten menschlichen Körper ausgebreitet. Während es bei einem Viertel aller FSME-Patienten zu einer Gehirnhautentzündung (Meningitis) oder einer Gehirnentzündung (Enzephalitis) mit Fieber, Kopf- und Nackenschmerzen kommt, sind diese Erkrankungen bei Borreliose-Patienten seltener. Viel öfters kommt es bei Lyme-Borreliose zu einer akuten Neuroborreliose. Die Neuroborreliose befällt das Nervensystem. Es kommt zu Nervenschmerzen, Sensibilitätsstörungen und Lähmungserscheinungen, so zum Beispiel Lähmungen der Gesichtsnerven (Fazialisparese).
Haben die Krankheitserreger auch das Herz in Mitleidenschaft gezogen, kann es zu Herzrhythmusstörungen kommen.

Borreliose – 3. Phase: Chronisches Stadium

In der dritten Phase ist die Borreliose chronisch geworden. Die Symptome und Beschwerden können erst Wochen oder Monate später auftreten. Bei einer chronischen Lyme-Borreliose verändert sich bei viele Patienten das Hautbild. An Armen und Beinen wird die Haut dünner und verfärbt sich bläulich (Akrodermatitis chronica atrophicans Herxheimer).
Es kommt zu schmerzhaften Gelenkentzündungen. Vor allem die Kniegelenke sind hiervon betroffen (Lyme-Arthritis). Dabei können die Entzündungen anhalten oder in Schüben auftreten. In schweren Fällen sind auch das Rückenmark und das Gehirn von Entzündungen betroffen (chronische Neuroborreliose). Es kommt zu Lähmungen.

Borreliose: Diagnose

Aufgrund der Gefährlichkeit der Krankheit sollte schon bei bloßem Verdacht auf eine Infektion mit Lyme-Borreliose ein Arzt aufgesucht werden, denn diese Krankheit lässt sich am effektivsten im Anfangsstadium behandeln. Bei Auftreten der Wanderröte, die charakteristisch für eine Borreliose-Infektion ist, wird sofort mit einer Borreliose-Therapie begonnen.
Da die Symptome bei Borreliose oft nicht eindeutig sind, wird vom Arzt eine Blutuntersuchung vorgenommen. Die Blutuntersuchung kann spezielle Antikörper gegen Borrelien anzeigen. Leider ist solch eine Blutuntersuchung nicht zu hundert Prozent verlässlich, da sie nur zeigt, dass der Körper bereits in Kontakt mit Borrelien gekommen ist. Diese Antikörper können auch Menschen im Blut haben, die nie an Borreliose erkrankt sind oder eine Borreliose-Erkrankung bereits hinter sich und überstanden haben. Deshalb beweist solch ein Bluttest nicht, dass die Beschwerden von einer Lyme-Borreliose her rühren. Das Fehlen von speziellen Antikörpern wiederum schließt (vor allem im sehr frühen Stadium) eine Borreliose-Infektion jedoch nicht komplett aus. Deuten die Beschwerden sehr stark auf eine Infektion mit Borrelien hin, wird der Arzt trotz Blutuntersuchung mit einer Borreliose-Therapie beginnen. Bei starken Verdacht auf Borreliose wird deshalb eine Untersuchung des Gehirnwassers (Liquor cerebrospinalis) vorgenommen. Das Gehirnwasser wird durch einen kleinen Einstich in den Rückenmarkskanal gewonnen. Sind die Gelenke in Mitleidenschaft gezogen, sollte auch die Gelenkflüssigkeit untersucht werden.

Wer nach einen Zeckenbiss die Zecke mit Hilfe einer Zeckenpinzette oder einer Zeckenkarte entfernt hat, sollte sich die tote Zecke in einem kleinen, sicher verschlossenen Gefäß aufheben. Tote Zecken können nämlich auch bei der Diagnose von Lyme-Borreliose hilfreich sein. Sie können eingeschickt und im Labor auf Borrelien-Erbsubstanz untersucht werden. Diese Untersuchung wird allerdings nicht von der Krankenkasse bezahlt.

Borreliose: Therapie

Eine Borreliose wird mit Antibiotika behandelt. In der Regel müssen diese Antibiotika zwei bis drei Wochen lang eingenommen werden. Eine längerfristige Einnahme kann zu vermehrten Nebenwirkungen führen. Selbst eine chronische Lyme-Borreliose kann noch erfolgreich therapiert werden. Häufig hinterlassen chronische Borreliosen dauerhafte Schäden wie beispielsweise Gelenkprobleme.
Eine Borreliose-Infektion hinterlässt keine lebenslange Immunität. Wer also schon einmal an Lyme-Borreliose erkrankt ist, kann nach Genesung immer wieder erkranken. Im Gegensatz zu FSME gibt es bis jetzt noch keinen Impfstoff.
Bitte beachten Sie, dass ein www.heute-gesund-leben.de-Artikel generell fachlichen Rat durch einen Arzt nicht ersetzten kann!
Lesen Sie weiter: Zecken – so vermeiden Sie einen Zeckenbiss
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