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Aktuelle Seite: StartKrankheitenHerzbeutelentzündung

Herzbeutelentzündung (Perikarditis)

Herzbeutelentzündung (Perikarditis) Das Herz ist von zwei Schutzschichten, einer inneren und einer äußeren Schutzschicht umgeben. Die innere Schutzschicht liegt direkt auf dem Herz selbst auf. Beide Schutzschichten bilden den Herzbeutel. Entzündet sich dieser, liegt eine Herzbeutelentzündung (Perikarditis) vor. Sie macht sich mit starken Schmerzen in der Brust, die atmungs- und lageabhängig sind bemerkbar.

Herzbeutelentzündung: Ursachen

Eine Herzbeutelentzündung kann verschiedene Ursachen haben. Meist werden ihre Auslöser jedoch nicht eindeutig geklärt. Dann spricht man von einer idiopathischen Perikarditis. Expertenschätzungen zufolge sind zu 80 bis 90 Prozent Viren die Auslöser einer Herzbeutelentzündung (virale Perikarditis). Eine akute virale Herzbeutelentzündung wird vor allem von Echoviren oder Coxsackie B-Viren ausgelöst. Aber auch Bakterien und Pilze können eine Herzbeutelentzündung verursachen. Begünstigt werden Herzbeutelentzündungen auch von anderen Krankheiten wie beispielsweise Autoimmunkrankheiten, Krebserkrankungen, Rheuma, Gicht, aber auch dem Erreger der Tuberkulose. Herzbeutelentzündungen können auch Folgen einer Herzoperation sein.

Herzbeutelentzündung: Symptome

Eine akute virale Herzbeutelentzündung äußert sich mit starken Schmerzen in der Brust. Das Schmerzzentrum liegt dabei hinter dem Brustbein. Die Schmerzen setzten plötzlich ein. Sie können auch in die linke Brustseite, in die Schulterblätter und in den Oberbauch ausstrahlen. Die Schmerzen werden von den entzündeten äußeren und inneren Herzbeutelblättern verursacht, denn diese reiben nun aufeinander (fibrinöser Perikarditis). Typisch für die von einer Herzbeutelentzündung verursachten Brustschmerzen sind, dass sie nachlassen, wenn man den Oberkörper nach vorne beugt. Im Liegen dagegen sowie bei tiefer Atmung, beim Schlucken und beim Husten verschlimmern sie sich. Manchmal wird die akute Herzbeutelentzündung von leichtem Fieber begleitet. Da andere, viel gefährlichere Krankheiten wie beispielsweise ein Herzinfarkt, eine Lungenembolie und eine Lungenentzündung ähnliche Brustschmerzen hervorrufen, sollte bei diesen Symptomen immer vorsorglich ein Arzt gerufen werden!

Bei einer Herzbeutelentzündung kann sich ein Erguss bilden. Dabei kommt es zu zuviel Gewebsflüssigkeit zwischen den beiden Herzbeutelschichten (exudative Perikarditis). Ein kleiner Herzbeutelerguss ist relativ unproblematisch. Beginnt der Erguss jedoch die Pumpfunktion des Herzens zu beeinträchtigen (Perikardtamponade), kommt es zusätzlich zu den oben genannten Symptomen noch zu Kurzatmigkeit. Hier beginnt die Herzbeutelentzündung lebensgefährlich zu werden, denn es kann zu einem Schock kommen. Ein Schock macht sich durch Schweißausbruch, schnellen Puls, schnell sinkenden Blutdruck und durch kühle und kalte Hände und Füße bemerkbar. Das Bewusstsein beginnt zu schwinden. Nun muss auf jeden Fall ein Notarzt gerufen werden! Bei einer Perikardtamponade drückt die Gewebsflüssigkeit auf die Herzkammern, so dass diese sich verengen. Als lebensrettende Maßnahme muss eine Punktion des Herzbeutels vorgenommen werden, das heißt, die Gewebsflüssigkeit muss mit einer speziellen Nadel entnommen werden.

Herzbeutelentzündung: Diagnose

Bei Verdacht auf eine Herzbeutelentzündung sollte immer ein Arzt aufgesucht werden, um einen Erguss zu vermeiden. Der Arzt hört das Herz mit einem Stethoskop nach Reibungsgeräuschen, die von dem Aufeinanderreiben der inneren und äußeren Herzbeutelschichten verursacht werden ab und nimmt ein EKG vor. Das EKG (Elektrokardiogramm) ist für die Diagnose einer Herzbeutelentzündung mit die wichtigste Untersuchungsmethode, denn es zeigt die für eine Herzbeutelentzündung typischen Veränderungen an.

Ein eventueller Herzbeutelerguss lässt sich mit einer Echokardiographie nachweisen. Eine Echokardiographie ist nichts anderes als eine Ultraschalluntersuchung des Herzens. Mit der Echokardiographie kann auch eine Herzbeutelentzündung von einer Herzmuskelentzündung unterschieden werden.
Labortests helfen, eine Herzbeutelentzündung von einem Herzinfarkt abzugrenzen. Die Blutsenkungsgeschwindigkeit und das C-reaktive Protein (CRP) weisen auf eine Herzbeutelentzündung hin. Hat die Herzbeutelentzündung jedoch schon auf den Herzmuskel übergegriffen, ähneln die Kreatinkinase- und Troponin-Werte denen bei einem Herzinfarkt.

Herzbeutelentzündung: Behandlung

Bei einer Herzbeutelentzündung mit ungeklärten Ursachen (idiopathische Perikarditis) fokussiert sich die Behandlung auf das Lindern der von der Entzündung verursachten Schmerzen. Hier werden dem Patienten entzündungshemmende, nichtsteroidale Medikamente (NSAID) verschrieben. Bei einer von Bakterien verursachten Herzbeutelentzündung werden Antibiotika eingesetzt. Liegt ein Herzbeutelerguss vor, ist eine stationäre Behandlung im Krankenhaus unumgänglich.

Herzbeutelentzündung: Dauer

In der Regel dauert es zwei Wochen, bis eine einfache, akute virusbedingte Herzbeutelentzündung ohne Erguss ausgeheilt. In 70 bis 90 Prozent aller Fälle treten keine Komplikationen auf und es kommt zu keinem Rückfall. Liegen jedoch andere Erkrankungen der Herzbeutelentzündung zugrunde und ist es zu einem Erguss gekommen, kann sich die Genesungszeit wesentlich verlängern.
Bitte beachten Sie, dass ein www.heute-gesund-leben.de-Artikel generell fachlichen Rat durch einen Arzt nicht ersetzen kann!
( Bildnachweis: © PictureP. - Fotolia.com )

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