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Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis)

Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis)In den letzten Jahrzehnten hat die Häufigkeit der akuten und chronischen Bauchspeicheldrüsenentzündungen (Pankreatitis) immer mehr zugenommen. Bei einer Pankreatitis hat sich die Bauchspeicheldrüse entzündet. Meist läuft die Erkrankung relativ harmlos und ohne Komplikationen ab, doch wiederholte Bauchspeicheldrüsenentzündungen können zu Diabetes mellitus führen. Bei Bauchspeicheldrüsenentzündungen wird zwischen einer akuten und einer chronischen Pankreatitis unterschieden. Bei der akuten Bauchspeicheldrüsenentzündung entzündet sich das Organ plötzlich und einmalig, bei der chronischen Bauchspeicheldrüsenentzündung sorgt eine dauerhafte Entzündung für immer wiederkehrende oder gar anhaltende Beschwerden.

Bauchspeicheldrüsenentzündung – Ursachen

Bauchspeicheldrüsenentzündungen können verschiedene Ursachen haben. Es hat sich gezeigt, dass chronische Bauchspeicheldrüsenentzündungen häufig durch übermäßigen Alkoholgenuss und /oder eine sehr fettreiche Ernährung sowie durch Fettstoffwechselerkrankungen hervorgerufen werden, akute Bauchspeicheldrüsenentzündungen durch Gallensteine und andere Gallenwegserkrankungen. Versperrt ein Gallenstein den gemeinsamen Ausführungsweg von Gallenweg und Bauchspeicheldrüse, können die Verdauungssäfte nicht mehr aus der Bauchspeicheldrüse in den Darm abfließen und stauen sich. Gelangen die Verdauungssäfte dadurch wieder in die Bauchspeicheldrüse, beginnen sie, diese zu zersetzen. Es kommt also zu einer Selbstverdauung, die sich als erstes die Bauchspeicheldrüse entzünden lässt. Auch Bauchspeicheldrüsenkrebs geht oftmals mit einer Bauchspeicheldrüsenentzündung einher.

Eine weitere, doch seltene Ursache für Bauchspeicheldrüsenentzündung ist die genetische Vererbung (hereditäre Pankreatitis). Sie kann sowohl für akute, als auch für chronische Bauchspeicheldrüsenentzündungen verantwortlich sein.
Auch Viren können eine Pankreatitis auslösen. So kann eine Bachspeicheldrüsenentzündung auch Begleiterscheinung vom Mumps, Hepatitis oder einer Infektion mit Coxsackie-Viren sein.

Bauchspeicheldrüsenentzündung – Symptome

Eine akute und eine chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung haben nicht nur unterschiedliche Ursachen, sondern auch unterschiedliche Symptome.

Symptome einer akuten Bauchspeicheldrüsenentzündung

Bei einer akuten Pankreatitis treten die Beschwerden plötzlich auf. Es kommt in der Regel zu plötzlichen Schmerzen im Oberbauch, die gürtelförmig verlaufen und nach allen Seiten sowie in den Brustkorb und in den Rücken ausstrahlen können. Diese Schmerzen können sehr stark sein und halten über mehrere Tage an. Betroffene Patienten legen sich meist mit gekrümmten Rücken ins Bett, da diese Haltung die Schmerzen etwas lindert. Der Bauch ist prall, elastisch und reagiert sehr empfindlich auf Druck.

weitere Symptome können sein:

  • Blähungen
  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Fieber
  • Wasseransammlungen im Bauch
  • Flüssigkeitsansammlung zwischen Lunge und Brustwand
  • bläuliche Flecke im Bereich des Nabels und der Flanken
  • Gesichtsrötungen

Verläuft eine akute Bauchspeicheldrüsenentzündung problematisch, kann es zu einer eingeschränkten Darmtätigkeit mit Darmverschluss und/oder zu niedrigem Blutdruck bis hin zum Schock kommen.

Symptome einer chronischen Bauchspeicheldrüsenentzündung

Bei einer chronischen Pankreatitis treten ähnliche Symptome wie bei einer akuten Pankreatitis auf: Es kommt zu Schmerzen im Oberbauch, die gürtelförmig verlaufen und bis in den Rücken ausstrahlen können. Diese Schmerzen treten aber nicht plötzlich auf, sondern stellen sich gewöhnlich einige Stunden nach dem Essen ein und können Stunden oder gar Tage anhalten. Hinzu kommen Verdauungsschwierigkeiten (ganz besonders nach dem Genuss unausgewogener, fettreicher Speisen) sowie Übelkeit bis hin zum Erbrechen.

weitere Symptome können sein:

  • Blähungen
  • Fettstühle (klebrig-lehmiger, glänzender Stuhl)
  • Durchfall
  • Gewichtsverlust
  • wiederholtes Auftreten von Gelbsucht
  • Diabetes mellitus

Bei einer chronischen Bauchspeicheldrüsenentzündung kommt es sehr schnell zu einer dauerhaften Schädigung des Organs, das dann nicht mehr vollständig genesen kann. Während entzündungsfreien Phasen ist der Patient in der Regel beschwerdefrei.

Bauchspeicheldrüsenentzündung – Diagnose

Plötzlich auftretende, gürtelförmig ausstrahlende Schmerzen im Oberbauch sind typische Symptome einer Bauchspeicheldrüsenentzündung. Auf jeden Fall sollte unverzüglich ein Arzt aufgesucht werden. Akut auftretende Bauchschmerzen sind nicht ungefährlich. Sie treten beispielsweise auch bei einem akuten Abdomen auf.
Der Arzt tastet den Bauch ab und nimmt eine Blutuntersuchung vor. Ist die Bauchspeicheldrüse entzündet, ist der Wert von Lipase und Elastase im Blut erhöht. Lipase und Elastase sind Enzyme, die von der Bauchspeicheldrüse produziert werden. Auch anhand der Calcium- und Entzündungswerte im Blut kann eine Entzündung nachgewiesen werden. Wenn Gallensteine Schuld an der Pankreatitis sind, kann dies ebenfalls am Blutbild festgestellt werden. Dann sind die Blutwerte von Gamma-GT, AP und LAP erhöht. Mit Hilfe einer Ultraschalluntersuchung kann der Arzt die Bauchspeicheldrüse optisch begutachten. So können Schwellungen, Flüssigkeitsansammlungen und Verkalkungen erkannt werden. Eine Computertomographie lässt den Mediziner erkennen, wieviel Organgewebe von der Entzündung befallen ist und ob sich die Entzündung auf Nachbarorgane ausgeweitet hat.

Bauchspeicheldrüsenentzündung – Behandlung

Bei einer Bauchspeicheldrüsenentzündung ist meist eine stationäre Behandlung im Krankenhaus notwendig. Oft muss der Patient sogar auf der Intensivstation betreut werden. Gegen die Schmerzen bekommt er starke Schmerzmittel verabreicht. Bei einer akuten Bauchspeicheldrüsenentzündung oder bei einem erneuten Schub einer chronischen Pankreatitis darf der Patient keine Nahrung zu sich nehmen, um die Produktion von Verdauungssäften möglichst gering zu halten. Der Patient bekommt Infusionen mit Flüssigkeit, Elektrolyten und Nährstoffen. Erst wenn sich die Laborwerte normalisiert haben, wird diese Nahrungskarenz aufgehoben. Die Patienten dürfen dann nach und nach wieder leichte, fettfreie Nahrung zu sich nehmen. Im Verlauf dieser Diät wird der Fettanteil in der Nahrung langsam erhöht. Generell sollten Betroffene jedoch auf fetthaltige Lebensmittel verzichten und sich dauerhaft möglichst fettarm ernähren.

Ist die Bauchspeicheldrüsenentzündung von Gallensteinen verursacht worden, müssen diese unter Umständen entfernet werden. Haben sich im Laufe der Pankreatitis große, mit Flüssigkeit gefüllte Kammern in der Drüse gebildet, müssen diese mit Hilfe von Drainageschläuchen entleert werden. Mitunter wird ein operativer Eingriff notwendig, wenn es zu Zystenbildung oder Verengungen im Bereich der Gallenwege oder des Pankreasganges gekommen ist. Dann werden Stents eingesetzt, die den Gang dauerhaft offen halten.

Bauchspeicheldrüsenentzündung – Verlauf

Statistisch gesehen verläuft eine akute Bauchspeicheldrüsenentzündung in sieben von zehn Fällen ohne Komplikationen und heilt wieder aus. Bei schweren Entzündungen können jedoch Teile der Bauchspeicheldrüse abstreben und Blutungen auftreten. Ist dies der Fall, wird die Pankreatitis zur lebensbedrohlichen Krankheit.
Bei einer chronischen Bauchspeicheldrüsenentzündung treten vor allem im Anfangsstadium immer wieder schwere, schmerzhafte Schübe auf. Das Organ erfährt eine dauerhafte, irreparable Schädigung. Im Laufe der chronischen Pankreatitis entstehen im Gewebe mit Flüssigkeit gefüllte Kammern (Falsche Zysten). Diese können sich entzünden und es kann zu Einblutungen kommen. Zudem können Verkalkungen entstehen. Im Pankreasgang bilden sich Verengungen und Pankreassteine. Betroffene leiden unter erheblichen Verdauungsstörungen. Es kommt zu einer rapiden Gewichtsabnahme und Mangelerscheinungen. Eine chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung begünstigt zudem die Entstehung von Diabetes mellitus und Bauchspeicheldrüsenkrebs.
Die Heilungschancen bei einer chronischen Pankreatitis hängen nicht nur von einer rechtzeitigen Behandlung, sondern auch vom Patienten selber ab. Wichtig ist, dass Betroffene ihren Lebens- und Ernährungstil komplett umstellen und gänzlich auf Alkohol, Kaffee, Nikotin und fette Nahrung verzichten.
Bitte beachten Sie, dass ein www.heute-gesund-leben.de-Artikel generell fachlichen Rat durch einen Arzt nicht ersetzen kann!

Lesen Sie weiter: Ernährung bei Bauchspeicheldrüsenentzündung 
Wissenschaftliche Quelle: Herold, G.: Innere Medizin. Selbstverlag, Köln 2013
( Bildnachweis: © Artem Furman - Fotolia.com )

 

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