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Von der Trichterbrust zur Heldenbrust

Von der Trichterbrust zur HeldenbrustBei der Trichterbrust (Pectus excavatum sive infundibulum) handelt es sich um eine Veränderung des Brustkorbes. Der vordere Teil des Brustkorbes ist dabei nach innen gewölbt. Der dadurch entstehende Trichter ist meistens nicht symmetrisch, sondern oft seitlich nach links oder rechts versetzt. Ursache hierfür sind Veränderungen in den Knorpelverbindungen zwischen Brustbein und Rippen, durch die der vordere Teil des Brustkorbes absinkt. Die Tiefe des Trichters variiert von Patient zu Patient, sie kann von fast nicht sichtbaren ein Zentimeter bis über acht Zentimeter reichen.

Eine Trichterbrust ist angeboren und kommt bei einer von 300 bis 400 Geburten vor. Dabei sind Jungen dreimal so häufig betroffen wie Mädchen, weshalb die Trichterbrust als Männerkrankheit gilt.

Trichterbrust – Ursachen

Während bei den Kriegs- und Nachkriegsgenerationen in den meisten Fällen ein starker Vitamin D-Mangel wie beispielsweise bei Rachitis Auslöser einer Trichterbrust war, vermutet man, dass heute eine angeborene Störung des Knorpelstoffwechsels Schuld an der Deformität ist. Somit ist eine Trichterbrust auch erblich. Eine familiäre Häufung wird bei 35 Prozent der Betroffenen beobachtet. Aber auch übermäßiger Alkoholgenuss der Mutter während der Schwangerschaft kann die Ursache für eine Trichterbrust sein.

Trichterbrust – Diagnose

Die Diagnose ist bei einer Trichterbrust durch ihr äußeres Erscheinungsbild sehr einfach zu stellen. Eine Trichterbrust tritt schon im ersten Lebensjahr auf, mit dem Wachstum nimmt auch die Verformung zu. Wie stark das Ausmaß einer Trichterbrust ist, kann mit Computertomographie (CT) sichtbar gemacht werden. Auch sollten ein EKG und ein Lungenfunktionstest durchgeführt werden, um zu überprüfen, ob Herz und Lunge beeinträchtigt sind.

Trichterbrust – Behandlung

In den meisten Fällen ist eine Trichterbrust relativ ungefährlich: Nur in sehr wenigen Fällen kommt es bedingt durch eine sehr stark ausgeprägte Wölbung zu einer Beeinträchtigung der Herz- und Lungenfunktion. Allerdings kann die Trichterbrust Fehlhaltungen hervorrufen: Die Schultern hängen nach vorne, die Brustwirbelsäule ist gekrümmt und die Bauchdecke wölbt sich ballonartig vor. So können langfristig Haltungsschäden entstehen und die Wirbelsäule geschädigt werden. Eltern betroffener Kinder sollten deshalb frühzeitig mit einem gezielten Muskel- und Haltungstraining vorbeugen. Hilfreich ist auch Krankengymnastik. Dadurch kann eine Trichterbrust zwar nicht behoben, doch Haltungsschäden korrigiert und die körperliche Ausstrahlung verbessert werden.
Abweichungen von der normalen Körperstatur und dem Schönheitsideal, auch wenn sie keinen organischen Krankheitswert haben, können jedoch gerade bei Jugendlichen gravierende psychologische Folgen haben. Viele Betroffene schämen sich wegen ihrer Trichterbrust und meiden Schwimmbäder und Strände. Kinder wollen oftmals aus Angst vor Hänseleien nicht am Sportunterricht teilnehmen. (Hier ist die Schuld nicht den Mitschülern, sondern dem Sportlehrer zu geben, der die Hänseleien zulässt.) Bemerken Eltern und Betroffene einen sozialen Rückzug, sollte eine Behandlung in Erwägung gezogen werden.

Trichterbrust – Operation

Die Therapie einer Trichterbrust besteht meist aus einer Operation. Die zurzeit häufigste Methode zur Korrektur ist die minimalinvasive Methode nach Nuss. Die sogenannte „Nuss-OP“ wurde von dem US-amerikanischen Chirurgen Donald Nuss 1998 entwickelt und ist seit 1999 in Deutschland zugelassen. Bei dieser Operation wird ein individuell geformter Metallbügel durch zwei kleine Schnitte an den Seiten unter den Achseln unter das Brustbein geschoben. Der Metallbügel wird seitlich fixiert und hebt das Brustbein nach oben und drückt die betroffenen Rippen nach außen. Dieser Bügel bleibt durchschnittlich zwei bis drei Jahre im Körper bis sich die Situation stabilisiert hat und wird dann wieder operativ entfernt. Bei älteren Patienten muss der Bügel für gewöhnlich etwas länger im Körper verbleiben. Bei besonders schweren Deformationen kann es sein, dass zwei oder drei Bügel eingesetzt werden müssen.

Bei asymmetrischen Wölbungen und bei älteren Patienten wird in den meisten Fällen auf das offene Operationsverfahren nach Ravitch oder Sulamaa zurückgegriffen. Dabei wird der Brustkorb durch einen mehreren Zentimeter langen Schnitt geöffnet. Bei Männern wird dieser Schnitt vertikal durchgeführt, bei Frauen horizontal. Die deformierten Rippen werden vom Brustbein abgetrennt und mittels Metallbügeln neu fixiert. Dann wird der Brustkorb wieder geschlossen.

Bei beiden Operationsverfahren ist eine Besserung schon direkt nach der OP sichtbar.

Trichterbrust – Sauglocke

Bei der Saugglocken-Therapie nach Eckart Klobe handelt es sich um ein alternatives Verfahren zur Korrektur der Trichterbrust. Die Saugglocke wird auf die Brust aufgesetzt und mit einem Saugball festgesaugt. Der dadurch entstehende Unterdruck in der Glocke hebt den zu korrigierenden Brustteil allmählich an. Die Saugglocken-Therapie erfordert Geduld und Durchhaltevermögen von dem Patienten: Die Saugglocke muss täglich mindestens eine Stunde lang verwendet werden. Der Therapiezeitraum kann zwischen einem bis drei Jahren liegen. Im Gegensatz zu den operativen Verfahren ist das Verfahren nach Klobe schmerzlos und birgt keine Risiken. Nur ein zu langes Tragen der Saugglocke kann zu Hautirritationen oder schweren Blutergüssen führen.
Bitte beachten Sie, ein www.heute-gesund-leben.de-Artikel generell fachlichen Rat durch einen Arzt nicht ersetzen kann!
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